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Preise für Dienstleister: Was kannst du verlangen?

Autorenbild: Social Media Manager Guides
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1. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Stunden

Was kannst du als Dienstleister:in verlangen? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn ein sinnvoller Preis hängt von Leistungsumfang, Verantwortung, Erfahrung und deinem tatsächlichen Aufwand ab. Entscheidend ist, dass dein Preis nicht nur für den Kunden verständlich ist, sondern auch dein Business wirtschaftlich trägt.

1. Kalkuliere mehr als reine Produktionszeit

Zu deiner Arbeit gehören nicht nur Posts, Reels oder Redaktionspläne. Recherche, Strategie, Meetings, Nachrichten, Korrekturen, Reporting, Projektmanagement und Tools kosten ebenfalls Zeit. Berücksichtige diese unsichtbaren Aufgaben bei jeder Kalkulation.

2. Definiere den Leistungsumfang eindeutig

Ein Paket wird leichter kalkulierbar, wenn klar ist, welche Plattformen, Formate, Content-Mengen, Meetings und Korrekturschleifen enthalten sind. Je unklarer der Scope, desto größer das Risiko, dass zusätzliche Aufgaben deine Marge auffressen.

3. Verkaufe Verantwortung nicht zum Produktionspreis

Wer Strategie entwickelt, Entscheidungen vorbereitet, Ergebnisse analysiert und Kunden führt, übernimmt mehr Verantwortung als jemand, der ausschließlich vorgegebene Inhalte umsetzt. Diese Verantwortung sollte sich in deinem Angebot und deiner Preislogik widerspiegeln.

4. Baue verständliche Pakete

Pakete können Kunden die Entscheidung erleichtern und dir wiederholbare Abläufe ermöglichen. Entwickle wenige klare Varianten mit definiertem Umfang, statt für jede Anfrage ein völlig neues Angebot zu bauen. Zusatzleistungen sollten separat geregelt sein.

5. Prüfe die Profitabilität regelmäßig

Ein Preis kann auf dem Papier gut aussehen und trotzdem unprofitabel sein. Vergleiche geplanten und tatsächlichen Aufwand, berücksichtige Software und externe Unterstützung und beobachte, bei welchen Kunden Scope Creep entsteht. Diese Daten helfen dir, deine Preise fundiert weiterzuentwickeln.

Fazit: Dein Preis braucht eine Business-Logik

Gute Preise entstehen nicht durch eine beliebige Zahl, sondern durch klaren Leistungsumfang, realistische Kapazitätsplanung und eine gesunde Marge.


Du baust gerade deine Grundlagen auf? Teil 1 hilft dir bei Angebot, Kundenprozess und Preisstruktur. Betreust du bereits Kunden und willst Pricing mit Profitabilität und Skalierung verbinden? Dann ist Teil 2 der nächste Schritt.


Ein Preis beginnt mit deiner Kalkulation

Die Frage ‚Was kann ich verlangen?‘ lässt sich nicht seriös mit einer einzigen Zahl beantworten. Dein Preis muss zunächst deine Kosten, deinen tatsächlichen Zeitaufwand und die wirtschaftliche Tragfähigkeit deines Angebots berücksichtigen. Dazu gehören nicht nur die Stunden, die du direkt für einen Kunden arbeitest, sondern auch Akquise, Administration, Weiterbildung, Software, Steuern und Zeiten ohne abrechenbare Kundenarbeit.

Definiere den Leistungsumfang glasklar

Zwei Angebote mit derselben Bezeichnung können völlig unterschiedlich aufwendig sein. Beim Social Media Management macht es beispielsweise einen großen Unterschied, ob Strategie, Redaktionsplanung, Texterstellung, Design, Community Management, Reporting und Meetings enthalten sind. Je genauer du den Umfang definierst, desto besser kannst du kalkulieren und desto geringer ist das Risiko, dass ständig unbezahlte Zusatzarbeit entsteht.

Stundensatz, Paket oder laufende Betreuung?

Das passende Preismodell hängt von der Leistung ab. Ein klar abgegrenzter Einzelauftrag kann anders kalkuliert werden als eine monatliche Betreuung. Wichtig ist, dass du intern trotzdem weißt, welcher Aufwand hinter deinem Preis steckt. Ein Paketpreis schützt dich nicht vor einer schlechten Kalkulation, wenn du regelmäßig deutlich mehr Zeit benötigst als geplant.

Überprüfe deine Preise mit echten Projektdaten

Nach einigen Projekten hast du bessere Daten als zu Beginn. Vergleiche deshalb regelmäßig geplanten und tatsächlichen Aufwand, zusätzliche Kosten und den erzielten Ertrag. Wenn bestimmte Leistungen wiederholt unprofitabel sind, musst du nicht automatisch einfach mehr arbeiten. Du kannst den Umfang verändern, Prozesse verbessern oder den Preis neu kalkulieren.

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